Restless-Legs-Syndrom (RLS, Syndrom der ruhelosen Beine):

Das klinische Bild des sehr häufigen Restless-Legs-Syndroms

tritt typischerweise nur in Ruhe, beim Einschlafen, wiederholt im Verlaufe der Nacht oder bei körperlicher oder psychischer Entspannung auf (typische Auslösesituationen neben dem Einschlafen sind Theaterbesuche, lange Autofahrten, Ruhigstellung der Extremitäten durch Gipsverbände etc.).

Die Patienten berichten in dieser Situation von unangenehmem Kribbeln, das sich ausgehend vom Sprunggelenk über die Unterschenkel und Knie bis zum Oberschenkel ausbreiten kann und ein- oder beidseitig auftritt. Selten sind auch Arme und Hände betroffen.

Nur Bewegung vermag die Beschwerden kurzfristig zu lindern. Der Bewegungsdrang ist so stark, dass die Patienten ständig die Beine bewegen oder massieren müssen. Das Restless-Legs-Syndrom (RLS) ist meist durch einen Verlauf gekennzeichnet. Insgesamt zeigt sich eine Progredienz der Erkrankung mit zunehmendem Lebensalter.

Die häufigste Ursache des symptomatischen RLS

ist die Schwangerschaft (30%), wobei sich die Symptome nach der Entbindung in der Regel wieder von selbst zurückbilden.

Weitere häufige Ursachen sind Eisenmangel und Nierenerkrankungen. Sehr häufig tritt das RLS auch symptomatisch im Rahmen einer Polyneuropathie auf.

Jeder Patient muss neben einer genauen Befragung sowohl labordiagnostisch als auch neurologisch untersucht werden. Bei Verdacht auf eine multifaktorielle Schlafstörung ist der Weg ins Schlaflabor unumgänglich.

Behandlung des Restless-Legs-Syndroms

Nach Ausschluss einer symptomatischen Ursache stellen abendliche dopaminerge Medikamente, wie Dopaminagonisten oder Nervenkanalblocker, zurzeit die Therapie erster Wahl dar.