Kopfschmerzen: Migräne, Spannungskopfschmerz und Cluster-Kopfschmerz
Migräne und Spannungskopfschmerzen zählen zu den bekanntesten primären Kopfschmerzen und den häufigsten gesundheitlichen Beeinträchtigungen in der westlichen Bevölkerung.
Migräne
Unter Migräne verstehen wir anfallsartige, meist pulsierend pochende Kopfschmerzen, die in unregelmäßigen Abständen wiederkehren. Der Schmerz tritt häufig einseitig im Schläfenbereich auf, kann sich jedoch auf die andere Kopfseite ausdehnen. Die Migräneattacken können über wenige Stunden bis zu drei Tagen andauern. Das Ziel einer medikamentösen Migräne-Behandlung ist es, den Kopfschmerz und die Begleitsymptome zu lindern. Spezielle Migräne-Medikamente (Triptane) sind keine allgemeinen Schmerzmittel; sie sollten daher nur während einer Migräneattacke eingenommen und in der Erstverordnung immer über einen Facharzt für Neurologie verschrieben werden. Ziel einer vorbeugenden medikamentösen Behandlung der Migräne (=Prophylaxe) ist es, Häufigkeit, Dauer und Intensität von Migräneattacken zu vermindern. Die bei weitem häufigste Form primärer Kopfschmerzen ist der
Spannungskopfschmerz
Er beginnt häufig im Stirn- oder Nackenbereich und breitet sich dann über den ganzen Kopf aus. Die Schmerzen können wenige Stunden, aber auch mehrere Tage andauern und sowohl gelegentlich als auch chronisch auftreten.
Weitere primäre Kopfschmerzen sind der Cluster-Kopfschmerz und der medikamentenassoziierte Kopfschmerz. Eine bildgebende Diagnostik ist vor allem bei sekundären Kopfschmerzen erforderlich, die als Begleiterscheinung einer anderen Erkrankung auftreten (z.B. Hirntumore).
Lähmung (Schlaganfall-Vorsorge und Rehabilitation):
Der Schlaganfall gilt als die dritthäufigste Todesursache nach Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen. Beim Schlaganfall kommt es zu einem plötzlichen Ausfall bestimmter Funktionen des Gehirns. Alarmsymptome eines Schlaganfalls sind Taubheit, Schwäche oder Lähmung eines Armes, Beines oder einer ganzen Körperhälfte. Weiters sind plötzliche Seh- und Sprechstörungen sowie Schwindel möglich. Ursache eines Schlaganfalles ist meistens eine plötzliche Verstopfung einer Gehirnarterie durch ein Blutgerinnsel mit daraus resultierendem Sauerstoffmangel. Gehirnblutungen nach Platzen eines Gefäßes sind eine andere mögliche Ursache. Ein Schlaganfall ist ein Notfall, der sofortiger medizinischer Betreuung bedarf. Treten diese Warnsignale auf, muss schnell gehandelt werden - denn gerade die ersten Stunden sind bei jeder Form eines Schlaganfalls entscheidend. Neben einer Abklärung und Behandlung der Risikofaktoren (Bluthochdruck, Diabetes, aber auch Schlafapnoe) brauchen Schlaganfallpatienten nach einer Akutbehandlung auch eine länger dauernde neurologische Rehabilitationsbehandlung. Sie lernen dann in der Krankengymnastik, Ergotherapie oder Logopädie, die verlorengegangenen Funktionen wieder herzustellen. Je früher die Rehabilitation beginnt, umso besser.